Worauf sollte ich beim Kauf einer Heckenschere achten?

Mechanische oder manuelle Heckenscheren, auch Handscheren genannt, erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Als umweltschonender und geräuscharmer Helfer ermöglichen sie völlig stromlos das präzise Schneiden von Hecken, Gebüschen, Sträuchern und Gehölz. Damit die Gartenarbeit auch langfristig Freude bereitet, empfiehlt es sich, vor Kauf einer Heckenschere einige Punkte zu beachten:

Größe und Art der Arbeitsfläche

Gewicht

  Sicherheit und Komfort

Qualitätsmerkmale

Preisklassen

Von der Größe und Art der zu bearbeitenden Arbeitsfläche hängt ab, ob sich eine manuelle Heckenschere überhaupt eignet. Ausschlaggebend ist daher das Flächenmaß der Hecke, die Beschaffenheit des Geästes und die Art und Häufigkeit der Bearbeitung. Sehr gut eignen sich Handscheren für das Schneiden von kleineren Hecken und beispielsweise Rosensträuchern. Besonders präzise Feinarbeiten, wie das saubere Abtrennen von Trieben, gelingen einwandfrei. Schwer zugängliche Ecken und Kanten werden mühelos erreicht. Eine Inanspruchnahme der Schere von bis zu 2 Mal jährlich erscheint optimal.

Die Verwendung einer manuellen Heckenschere erfordert körperlichen Einsatz. Zu bedenken ist, dass die Schere meist mit ausgestreckten Armen, oft auch über Kopf, und ohne Aufliegen am Schneideobjekt zu halten ist. Das Gewicht der Schere möglichst gering zu halten, erspart unnötige Anstrengung. Es gibt bereits Heckenscheren mit einem Eigengewicht von etwa 700 Gramm.

Zur Schonung der Gelenke, aber auch um einen flüssigen Schneidevorgang zu gewährleisten, sind entsprechende Anschlagspuffer wichtig. So kann jeder Aufprall der Klingen schonend abgebremst werden. Ergonomische und rutschfeste Handgriffe bringen sicheren Halt und schützen vor Ermüdung. Gelkissen am Griff unterstützen den Komfort zusätzlich.

Die Schärfe der Klingen sollte sofort überprüft werden. So können Wartungsarbeiten fast komplett vermieden werden.

Als Klingenmaterial sollte gehärteter Stahl dienen. Antihaftbeschichtungen, meist aus Teflon, vermindern Verschleiß. Der Schnitt der Klingen kann gerade oder gewellt sein. Besonders für das Schneiden von schmalen Ästen und Trieben bewährt sich ein Wellenschliff sehr. Er vergrößert die Schnittfläche und reduziert auch Abnutzungserscheinungen der Klingen. Zu beachten ist auch, in welchem Winkel sich der Klingenbereich öffnet. Eine zu schräge Öffnung behindert den Schneidevorgang. Einige Scheren verfügen im Idealfall über ein Handrad zum manuellen Nachstellen der Klingenspannung. Sehr beliebt ist die Teleskopfunktion bei Heckenscheren. So wird auch das mühelose Schneiden der Heckenkrone ermöglicht. Eine gewöhnliche Heckenschere weist eine Länge von etwa 20 Zentimeter auf. Eine Schere mit ausgezogenen Teleskopstielen erreicht eine Länge von ungefähr 50 Zentimeter.

Im Handel finden sich geeignete Heckenscheren in einer Preisklasse von durchschnittlich 20 bis 40 Euro.

Bei Beachtung dieser Kriterien vor dem Kauf, wird die Heckenschere mit Sicherheit zum treuen Begleiter im Garten werden.